Früher, als nichts besser aber einiges einfacher war, mussten Unternehmen die Waren, die sie produzierten, einfach nur in die Regale stellen und am Monatsende zählen, wie viele sie verkauft hatten.
Heute möchten wir von Marken, deren Produkte wir kaufen, gern ein paar Sachen wissen: Stehen sie für Qualität, ohne in Billigländern zu produzieren? Erkennen wir ihre Political Correctness, ihre Nachhaltigkeit, ihre Fairness? Glauben wir ihr, dass sie eine von den Guten ist? Heutzutage müssen Marken mindestens eine “Attitude” haben, eine erkennbare Haltung.
Und damit stehen wir vor einem Problem: Wer beweist uns, dass Marken uns die Wahrheit über sich erzählen? Schlaue Menschen in professionellen Kommunikationsabteilungen erzählen uns doch eh nur, was wir hören wollen, oder?
Kommunikation ist das eine. Die Haltung das andere.
Wahrhaftigkeit (Authentizität), entsteht aber nur, wenn Haltung und Kommunikation sich gegenseitig bedingen. Oder: wenn die Kommunikation ein getreues Abbild der Haltung ist (und umgekehrt).
Was wir in unseren Unternehmen immer noch tun ist, beides nebeneinander her laufen zu lassen. Wobei ein Unternehmen, das sich um seine Haltung und die seiner Mitarbeitenden kümmert ja auch 2025 leider schon als innovativ gilt.
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